European Signature Dialog (ESD): A-Trust verstärkt die Allianz der Signatur Provider Europas und startet grenzübergreifende Zusammenarbeit Freitag, 16. Februar 2018

Europe First! Unter diesem Leitsatz wiederholt A-Trust seinen Erfolg vom Vorjahr und versammelt erneut die Führungsspitzen der Signatur und Trust Service Provider. Im Rahmen des zweiten ESD wird das Gründungspapier der Associated European Trust Centers unterzeichnet. Die junge Vereinigung hat auf Initiative der zuständigen EU-Kommission bereits gemeinsam ausgearbeitete Empfehlungen zu rechtlichen Rahmenbedingungen vorgelegt. In den Zieldefinitionen heißt es unter anderem, dass Europa zu einem weltweit anerkannten Vorbild auf den Gebieten Cybersecurity, Digital Trust und Digitaler Signatur werden soll.

 

Erstmals fand der ESD 2017 in Anwesenheit von Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission, statt. Er stand ganz im Zeichen der bereits zugelassenen EU-Regulierungen für Trust Service Provider. Fachleute und Branchenkenner begrüßen die eIDAS-Verordnung grundsätzlich, streben jedoch auch eine gemeinsam abgestimmte Harmonisierung an. Die EU-Behörden reagierten umgehend: Sie signalisierten großes Interesse an einer Kooperation und beauftragten A-Trust mit der Ausarbeitung branchenspezifischer Leitlinien. Michael Butz, CEO von A-Trust, wurde eingeladen, die Leitlinien in Brüssel vorzustellen. Butz startete die „Trust Awareness Campaign – the Digital Trust Movement“ als Zeichen des beginnenden Schulterschlusses der Trust Service Provider: „Die jährliche ESD-Konferenz etabliert einen dauerhaften Think-Tank. Gemeinsam erreichen wir, dass Richtlinien abgestimmt werden, die faire Bedingungen vorgeben und den nächsten notwendigen Schritt in der Geschichte der Europäischen Digitalen Signatur einleiten“, so Michael Butz.

 

Logo European Signature Dialog

 

In enger Zusammenarbeit mit den EU-Behörden bildet der ESD nun eine Brücke zwischen der eIDAS-Verordnung und deren auf jeweils nationaler Ebene abgestimmten Anwendungen. Die effiziente Umsetzung der eIDAS-Rahmenbedingungen soll so in ganz Europa vorangetrieben werden. In Anbetracht der Tatsache, dass Österreich am 1. Juli 2018 zum bereits dritten Mal den EU-Ratsvorsitz übernimmt, stecken sich das in Wien ansässige Unternehmen A-Trust und der ESD in Bezug auf Cybersecurity, Digital Trust und Digitale Signatur hohe Ziele: Europa soll zum vorbildlichen Akteur aufsteigen.

 

Members of the European Signature Dialog

 

Ein weiterer bemerkenswerter Schritt war die ESD-Konferenz am 15. Februar 2018 in Wien. Zum zweiten Mal haben sich führende Signatur Provider aus ganz Europa – darunter Deutschland, Italien und Litauen – versammelt und ihre zukunftsorientierte Zusammenarbeit als Verein gestärkt. Die geladenen Teilnehmer unterzeichneten ein Dokument, das folgende Leitsätze definiert:

 

  • Abgestimmte, grenzübergreifende Transaktionen ermöglichen
  • Die Aufmerksamkeit für die eIDAS-Verordnung steigern, um die digitale Transformation der Wirtschaft Europas voranzutreiben
  • Den Schutz persönlicher Daten fordern und Synergien suchen
  • Europäische Lösungen verstärkt forcieren, um Datensicherheit zu garantieren
  • Die Entwicklung einer Europäischen Cloud-Infrastruktur, verankert in lokalen Infrastrukturen und Europäischem Recht

 

Wie viel Bedeutung dem ESD als Initiative bereits beigemessen wird, zeigt die Teilnahme nahezu aller in Europa führenden Signatur und Trust Service Provider und die Anwesenheit von Prof. Reinhard Posch, CIO der Österreichischen Bundesregierung, auf dem diesjährigen ESD. Einer der Agendapunkte befasste sich mit der Sensibilisierung gegenüber der eIDAS-Verordnung und abgestimmten Standards für die Infrastruktur der europäischen Trust Center. Die eIDAS-Verordnung trat 2016 in allen 28 EU-Mitgliedstaaten in Kraft. Damit zwischen Europas Trust Service Providern nun tatsächlich eine Interoperabilität mittels eID gewährleistet werden kann, ist es unerlässlich, alle Aufmerksamkeit auf jene Verordnungen zu lenken, die unbedingt abgestimmt werden müssen.

 

Prof. Reinhard Posch, CIO der Österreichischen Bundesregierung:

„Mit der eIDAS-Verordnung erwarten wir uns alle wesentlich mehr Nutzen und Interoperabiltität proaktiver Sicherheitsmethoden für das Internet im öffentlichen und privaten Sektor. Österreich war ambitioniert und hat seinen Teil zur Gesetzgebung beigesteuert, um Fernsignaturen und eID nachweisbar zu machen, die Handy-Signatur hat im Vergleich zu physischen Karten ihr großes Potenzial offenbart. Da mobile Geräte bald der primäre Zugriffskanal auf Informationen und Services sein werden, sehen wir Entwicklungsbedarf und treiben jene Konzepte voran, die aktiv zur Sicherheitsgestaltung beitragen. Die erprobten Website-Verschlüsselungs-Zertifikate sind ein zusätzliches Sicherheitselement. Auch wenn die Maßnahmen hinterher hinken – QWACs sind bereits jetzt für Zahlungen als auch für soziale Sicherheitsbereiche essentiell – scheinen sie für mobile Services und Apps offensichtlich zusätzliches Vertrauen wie auch Chancen zu generieren, speziell für Services und Provider aus Europa.“

 

Michael Butz, CEO von A-Trust, Österreich:

„Europa braucht klare Antworten auf die digitalen Herausforderungen der Zukunft, daher freuen wir uns sehr, dass diese starke und sehr wichtige Zusammenarbeit auf so großes Interesse stößt. Gemeinsam wollen wir Europa zu einem leistungsfähigen Akteur in den Bereichen Authentication und Cybersecurity machen.“

 

Kim Nguyen, CEO von D-Trust, Deutschland:

„Die eIDAS-Verordnung bietet die einmalige Gelegenheit, einen einheitlichen, digitalen Trust Space in Europa zu etablieren. Der ESD übernimmt dabei eine wesentliche Mitgestalterfunktion: Die Trust Service Provider führen eine offene Diskussion, in der die Sicherheit von Bürger-, Unternehmens- und Regierungsservices ein wichtiges Thema sind. D-Trust feiert 2018 sein bereits 20-jähriges Bestehen und freut sich, Teil dieses wichtigen, europaweiten Austausches von Ideen und Visionen zu sein.“

 

Moudrick Dadashov, CEO von SSC, Litauen:

„Da die Vertrauenswürdigkeit der eIDAS-Verordnung von Institutionen und Trust Service Providern sichergestellt wurde, wissen wir, dass jede Kette so schwach ist wie ihr schwächstes Glied. Die Synergie, die der ESD ermöglicht, gemeinsam mit bereits existierenden Vorgaben wie Regulation (EC) No 765/2008, Entscheidung No 768/2008/ des Europäischen Parlaments und des EU-Rats, führt uns zu einem System aus abgestimmten Vorgaben, das alle Teilnehmer betrifft und die Marktüberwachung von Produkten auf ein Level ansteigen lässt, wie wir es nie zuvor hatten.“

 

Alfonso Carcasona, CEO von Camerfirma, Spanien:

„Die erfolgreiche Implementation der eIDAS-Verordnung wird durch den ESD bedeutend vorangetrieben. Der ESD wird einer jener Kanäle werden, die über die operativen Aspekte der Verordnung aufklären, den Austausch fördern und verschiedene Lösungen und Interpretationen anbieten. Darüber hinaus wird er nicht nur als Initialbühne dieser Abstimmungen bedeutend werden, sondern in Zukunft auch maßgeblich dazu beitragen, den digitalen Markt der Trust Service Provider in Europa zu vereinen.“

 

Pascal Rogiest, CEO von LuxTrust, Luxemburg:

„Die Strategie der EU-Kommission für die Digitalwirtschaft Europas setzt eine nahtlose Kompatibilität und eine gewisse User-Experience in ganz Europa voraus. Solch ein günstiges Szenario kann nur mit ernst gemeinten Kooperationen zwischen den führenden Trust Service Providern und der Europäischen Regulierungsbehörde geschaffen werden. Der ESD wird sich auf jeden Fall positiv auf die Digitalwirtschaft als Ganzes und auf jeden seiner Akteure auswirken, davon bin ich überzeugt. Es geht auch darum, das digitale Europa in eine Win-Win-Bewegung zu entlassen, die für die digitale Nachfrage förderlich ist. LuxTrust ist als eIDAS- qualifizierter TSP stolz darauf, Teil des ESD zu sein.“

 

Danilo Cattaneo, CEO von InfoCert, Italien:

„Wir glauben, dass die EU die besten Verordnungen und Regulierungen für die digitale Identität und digitale Trust Services bietet. Momentan sehen wir, dass das aktuelle Verordnungsklima zusammen mit den Investitionen in R&D die innovativen Trust Service Provider wie InfoCert wachsen lässt und zur Expansion beiträgt: InfoCert erweiterte seine Aktivitäten in mehr als zehn Ländern, die sich über die aktuellen Verordnungen freuen. So gesehen ist feststellbar, dass viele Mitgliedstaaten nicht alle Vorteile dieses begünstigten Umfeldes nützen ─ und: Sie treiben notwendige digitale Adaptionen im Bereich des Privatsektors nicht voran. Der ESD repräsentiert die großartige Gelegenheit, Adaptionen voranzutreiben, indem Best Practice-Beispiele, technische Leitlinien und Erfolge in einem regen Austausch kommuniziert werden. Ich hoffe, der ESD-Think Tank kann das EU-Parlament und einzelne EU-Mitgliedstaaten erfolgreich dabei unterstützen, alle Themen, die auf der digitalen EU-Agenda stehen, rasch zu verwirklichen.“

 

Jere Vento, COO Avaintec Oy, Finnland:

„Der ESD ist ein wichtiges und einzigartiges Forum, um die Entwicklung eines getriebenen Marktes für digitale Services zu beeinflussen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Trust- und eSigning-Services sind für viele Unternehmen und Konsumenten immer noch verwirrend. Es ist jedoch nicht Zweck der eIDAS-Verordnung, die Digitalisierung komplizierter zu machen, sondern im Gegenteil, sie in Europa voranzutreiben. Die User dieser Services kümmern sich nicht um die Rahmenbedingungen, sie interessieren lediglich die angenehmen Erfahrungen und sinnvollen Services. Die EU hat die Chance, das Wachstum der digitalen Services zu steigern oder sie für die Unternehmen Europas komplizierter zu machen; aber die EU hat letztendlich keinen Einfluß auf die Tatsache, dass die User-Experience immer alles übertrumpft.“

 

Auszug Medienresonanz 

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Rückfragehinweis:

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